And nothing else matters…
Neues aus dem Hause Nintendo
Seit einigen Wochen kursieren Gerüchte über eine neue mobile Nintendo Konsole. Hierbei handelt es sich um den Nintendo 3DS. Dieser soll es laut Nintendo schaffen, ein 3D-Bild zu zaubern ohne das der Spieler eine 3D-Brille tragen muss, wozu man zur Zeit noch im Kino genötigt wird. Details zum Gerät selbst gab es noch keine bis vor wenigen Tagen.
A
uf der E3 wurde das gute Stück natürlich von Nintendo mit einer Riesenshow präsentiert. Äußerlich hat sich allerdings nichts geändert. Das alte Klappdesign bleibt bestehen und mit den Kameras erinnert der Nintendo 3DS ein bisschen an den Nintendo DSi Lite. Doch tatsächlich soll die neue Wunderkiste eine komplett eigenständige Konsole mit Abwärtskompatibilät zu DS und DSi sein und damit als Nachfolger der erfolgreichen DS-Serie sein. Diese hat sich bis dato insgesamt ca. 125 Millionen Mal in den letzten Jahren verkauft.
Was neu ist? Wie der Name schon sagt, kreiert der Nintendo 3DS ein dreidimensionales Bild auf dem oberen der beiden Monitore. 3D hat in den letzten Jahren, besonders durch den Film „Avatar“, wieder an Beliebtheit gewonnen, nachdem das Phänomen in den Fünfzigern ausgestorben war.
Das besondere hierbei soll sein, dass der Nintendo 3DS es scheinbar schafft, ein wirklich gut aussehendes 3D-Bild zu zaubern ohne das der User, bzw der Spieler eine 3D-Brille tragen muss. Dazu wird eigentlich eine ganz simple Technik genutzt, die im Kino leider nicht möglich ist: Eine Kamera erfasst den Spieler und generiert anhand seiner Position ein stereoskopisches Bild. (Zur Stereoskopie: Der Mensch, zumindest die meisten, haben 2 Augen. Damit räumliches Sehen möglich ist, fügt das Gehirn beide Bilder zu einem zusammen. So ähnlich arbeitet der Nintendo 3DS. Er pinselt 2 Bilder – eins für jedes Auge.) Diese Technik ist im Kino auf Grund der vielen Zuschauer leider nicht möglich. Oder will jemand alleine im Kino sitzen und für die Einzelvorstellung rund 150 Euro zahlen? Somit ist der Nintendo 3DS, solange diese Technik vernünftig funktioniert, wovon ich mich bisher nicht überzeugen konnte, eine neue Richtungsweißende Technik, verpackt in einer kleinen Konsole.
Ansonst haben die Mario-Erfinder noch ein bisschen an der Hardware rumgeschraubt und der neuen Konsole eine höhere, aber längst nicht zeitgemäße Auflösung verpasst (640×480 Pixel). Außerdem haben die beiden Kameras, aufgrund der stereoskopischen Sicht die Möglichkeit 3D-Fotos zu schießen. Zusätzlich wurde von Nintendo der neuen Konsole ein Bewegungs-Sensor und ein Tilt-Sensor gesponsort. Sonst hat sich eigentlich nicht viel geändert seit dem DSi.
Ich konnte mich leider wie gesagt noch nicht persönlich von der Technik überzeugen da ich nicht auf der E3 war (Für alle Fans: Auf der GamesCom wird sich der Nintendo 3DS auch anspielen lassen). Zur Frage des Releasedatums heißt es, die Konsole würde noch in diesem Geschäftsjahr von Nintendo erscheinen. Dieses endet am 31. März 2011.
Fazit: Auch wenn der (auch ausschaltbare) 3D-Effekt des Nintendo 3DS laut vieler Quellen unglaublich schick aussehen soll, so bemängeln auch viele, dass das eben nur funktioniert wenn man im richtigen Winkel auf den Bildschirm schaut. Außerdem sollen auf der E3 auch nicht viele wirklich aussagekräftige 3D-Spieleszenen zu sehen sein. Hier muss also mal wieder jeder selbst entscheiden ob es nötig ist ein solches Gerät zu besitzen, denn im Zweidimensionalen ist die PSP mit deutlich mehr Auflösung und Power bestückt und somit für Freunde solider Technik doch die bessere Wahl. Zudem ist der Nintendo 3DS das erste Gerät der 3D-Spieleklasse und leidet somit wahrscheinlich noch unter vielen Kinderkrankheiten. Mit einem Preis der sich bei 200 Euro einpegeln wird, ist es zudem noch eine relativ teure Anschaffung. Wer sich doch entscheides sich einen Nintendo 3DS zu holen, sollte wenigstens auf dem Nintendo-Stand auf der GamesCom vorbeischauen schauen, um sich ein Bild von der Technik zu machen und vielleicht zu sehen, wie Spieleentwickler die neue Möglichkeit nutzen werden. Vielleicht kommt ja sogar „Avatar: Das Spiel“ in 3D? Wird man dann aus Nostalgie eine 3D-Brille tragen müsse?