Eine der bekanntesten und zugleich meine favorisierte Linux-Distribution Ubuntu wird allmählich erwachsen. Das mache ich nicht an einem neuen “Killer”-Programm oder gar an einer neuen Benutzeroberfläche (Unity wäre möglich), nein, es zeigt sich ganz anders.

Hast du schon einmal versucht Windows XP neu aufzusetzen ohne dich dabei der Hilfe eines anderen Rechners zu bedienen? Das ist schier unmöglich wenn man nicht gerade alle notwendigen Treiber auf CD zu Hause herumliegen hat. Also benötigt man zwingend die “Hilfe” eines anderen PCs mit dem man dann Treiber etc herunterlädt. Bei Windows 7 sieht die Sache schon wieder anders aus, jedoch benötigte ich für meinen Laptop auch dort einen WLAN-Treiber, sodass ich ohne meinen Desktop-PC aufgeschmissen gewesen wäre.
Aber hast du je ein neues Ubuntu-System aufgesetzt? Auf bisher jedem System waren zusätzliche Treiber nicht notwendig. Nicht notwendig, wie ich schon sagte, denn wer Ansprüche an die Grafik hat wird oft nicht drum herum kommen einen proprietären Treiber zu installieren. Aber wir reden hier von einem Grafikkartentreiber, zumal Ubuntu auch ohne proprietären Treiber sehr gut funktioniert, nämliche mithilfe der OpenSource-Treiber.

Ein weiterer immenser, aber gar nicht mal neuer, Aspekt ist die integrierte Aktualisierungsfunktionalität von Ubuntu. Wer kennt das nicht unter Windows, will man ein Update für ein Programm herunterladen, so muss man das selber auf dessen Homepage tun oder glücklichsten falls durch ein eigenständiges Update des Programmes selber. So etwas ist unter Ubuntu einfach nicht (mehr) denkbar. Es gibt eine Aktualisierungsverwaltung in der alle möglichen Updates aufgelistet werden und mithilfe eines Mausklicks werden alle Updates heruntergeladen, installiert und konfiguriert.

Und sollte es mal ein Problem mit einem Update, einem Programm oder sonstigen Dingen, so gibt es mittlerweile viele sehr große und sehr gute Wikis und Foren auf die man schnell zurückgreifen kann.
Ein deutschsprachiges Beispiel für ein solches Angebot ist UbuntuUsers. UU umfasst derzeit ca. 140.000 User und das Wiki beinhaltet derzeit ca. 5400 Seiten. Hier findet man alles von “einfachen” Angelegenheiten wie Datenmigration von Windows auf Ubuntu über Konfiguration vom Webserver Apache bis hin zu komplizierten Sachverhalten.

Und das ist nur eines von vielen Angeboten, denn weltweit steht eine riesige Community hinter Ubuntu. Das zeigt z.B. auch der wöchentliche Frage&Antwort-VideoCast vom Ubuntu Community-Manager Jono Bacon. Insgesamt ist die Resonanz durch die Anwender riesig und noch lange nicht auf dem Höchstpunkt. Wenn ich ein Problem habe werde ich in der Regel direkt über Google fündig oder erhalte ansonsten innerhalb von maximal einem Tag eine qualitativ sehr hochwertige Antwort im UU-Forum.

Ubuntu und auch Linux im allgemeinen ist nicht mehr die Frickelsoftware als die es einst bezeichnet wurde. Es ist stabile, riesige und einfach großartige Software entstanden sodass Linux definitiv etwas für jeden Anwender ist. Und dieser Trend zur Massentauglichkeit wird gerade bei der Distribution Ubuntu mit an vorderste Stelle gestellt. Wir werden sehen was die nächste Zeit so bringt, aber vor allem auch die neue Unity-Desktopumgebung wird ein weiterer großer Schritt in die richtige Richtung sein.

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